TAG & NACHT FÜR SIE DA
TEL. 05902 - 94 00 44

TRAUERFALL

/ Bestattungs- & Grabarten

Welche Bestattungsart gewählt wird, hängt im Wesentlichen von folgenden Fragen ab:
  • Soll der Verstorbene eingeäschert werden?
  • Soll die Grabstätte für Hinterbliebene zugänglich sein oder anonym bleiben?
  • Für welchen Zeitraum soll die Grabstätte erhalten bleiben?
  • Ist eine Grabpflege möglich und erwünscht?
  • Liegt eine besondere Verbundenheit zum Beispiel zur See oder zur Natur vor?
  • Welche Rolle spielen die Kosten?

ERDBESTATTUNG

Bei der Erdbestattung erfolgt die Beisetzung in einem Sarg aus Holz. Bestattungen werden je nach Friedhof und Friedhofssatzung als Wahl- oder Reihengräber angeboten.

Grabarten
Die meisten Friedhöfe verfügen über eine große Auswahl an verschiedenen Sarg- und Urnengräbern. Zu unterscheiden sind Wahl-, Reihen- und Gemeinschaftsgräber. Jede Gemeinde beschließt für ihre Friedhöfe eine eigene Friedhofssatzung, und damit sind nicht überall alle Möglichkeiten gegeben.

Wahlgräber – Platz für Individualität

Das traditionelle Grab für Särge und Urnen kann von den Hinterbliebenen individuell gestaltet werden. Das betrifft sowohl die Gestaltung mit Gedenksteinen und Kreuzen als auch die gärtnerische Pflege. In unterschiedlich großen Gräbern kann daneben auch Platz für mehrere Verstorbene eingeplant werden. Das individuelle Grab wird damit unter Umständen zu einem Ruheplatz für ganze Familien, das über Generationen weitergeführt werden kann. Der Zeitraum, für den ein Nutzungsrecht für ein solches Grab erworben wird, liegt etwa zwischen 25 und 30 Jahren und kann immer wieder verlängert werden.

Reihengrab – günstige Alternative auf Zeit

In einem Reihengrab kann im Allgemeinen nur ein Verstorbener beigesetzt werden. Wie der Name schon aussagt, geht es der Reihe nach und es kann keine Grabstelle ausgesucht werden. Das Reihengrab ist gegenüber einem Wahlgrab in der Regel preisgünstiger. Nach Ablauf der Ruhefrist verfällt die Grabstelle und steht dem Friedhof zur Neubelegung zur Verfügung. Eine Verlängerung des Nutzungsrechtes an einem Reihengrab ist nicht möglich.

Rasengräber – pflegefrei und kostengünstig

Rasengräber bieten sich beispielsweise an, wenn die Möglichkeit zur Grabpflege nicht gegeben ist. Bei Rasengräbern übernimmt der Friedhof die Pflege der Grabstelle. Eine Bepflanzung sowie Grablaternen oder Steckvasen sind als Grabschmuck nicht zulässig. Die Ruhezeiten entsprechen zumindest denen der anderen Grabarten. An der Beisetzung können die Angehörigen nicht auf jedem Friedhof teilnehmen. Eine namentliche Kennzeichnung der Gräber ist möglich.

FEUERBESTATTUNG

Die Feuerbestattung ist in vielen Kulturen bekannt. Urnengräber kennt man in Mitteleuropa etwa seit der Bronzezeit. Vor der sogenannten Einäscherung kann eine Trauerfeier mit dem Sarg in einer Trauerkapelle oder auf einem Friedhof stattfinden, bei der die Hinterbliebenen gemeinsam mit der Familie und Freunden persönlich Abschied nehmen können.

Grabarten

Urnenwahlgrab
Ein Urnenwahlgrab ist individuell und wird von den Angehörigen ausgewählt. Je nach Art können mehrere Beisetzungen in einer Grabstelle vorgenommen werden.

Urnenreihengrab
Ein solches wird vom Friedhof zugeteilt, nur jeweils ein Verstorbener darf dort beigesetzt werden.

Rasenurnengrab
In einem Rasenurnengrab können zwei Urnen beigesetzt werden. Eine Kennzeichnung ist möglich, Grabschmuck jedoch nicht.

Kolumbarium
Ein Kolumbarium ist eine kleine Urnenkammer, die mittels Steinplatte verschlossen wird. Da Kolumbarien, die ganz unterschiedlich gestaltet sein können, stets viele solcher Kammern beherbergen, erinnern sie ganz entfernt an einen Taubenschlag (lat. columba: „Taube“).

SEEBESTATTUNG

Diese Art der Bestattung setzt eine Einäscherung voraus. Angehörige können bei der Beisetzung auf See teilnehmen. Bei der Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer wasserlöslichen Urne aus Zellulose, Sand oder Salzstein der See übergeben.
Die Übergabe erfolgt in gesondert ausgewiesenen Gebieten in Nord- oder Ostsee, aber auf Wunsch auch auf allen Weltmeeren. Die Angehörigen erhalten eine Seekarte mit den nautischen Daten des Beisetzungsortes.

DIAMANTBESTATTUNG

Die sogenannte Diamantbestattung setzt ebenfalls die Einäscherung des Verstorbenen voraus. Die Entstehungsbedingungen für Edelsteine werden so nachgestellt, dass aus dem in der Asche enthaltenen Kohlenstoff ein einzigartiger Diamant entsteht, der auch als Schmuck getragen werden kann. Diese Bestattungsform bietet damit eine besondere Art der Trauerbewältigung. Die für die Schaffung des Diamanten nicht benötigte Asche wird wie bei der Feuerbestattung beigesetzt.

NATURBESTATTUNG

Baumbestattung
Die Baumbestattung bietet naturverbundenen Menschen eine bislang nicht da gewesene Alternative. Die Asche wird im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt. Das kann ein eigens dafür neu gepflanzter Baum sein oder auch ein bereits bestehender.
Friedwald® und Ruheforst® sind Unternehmen, die sich auf die Baumbestattung spezialisiert haben. Die nächsten Bestattungswälder befinden sich in Meppen.

Luftbestattung
Die Luftbestattung beinhaltet das Verstreuen der Asche. Bei dieser Bestattung wird aus einem Flugzeug oder Heißluftballon heraus die Asche des Verstorbenen verstreut.
Derzeit bieten wir diese Bestattungsform in Frankreich an. Nach Erreichen der richtigen Höhe wird die Asche des Verstorbenen über Bord gegeben und durch den Wind fortgetragen.

Berg-/Bergwiesen-/Bergbach- und Flussbestattung
Urnen können in den Alpen beigesetzt werden, es bietet sich auch die Verstreuung der Asche auf einer bestimmten Wiese oder in einem bestimmten Bach oder Fluss an. Für Menschen, die sich ihr Leben lang dieser Region verbunden gefühlt haben, kann dies die passende Ruhestätte sein. Die Gräber sind in der Regel (besonders bei Verstreuung) nicht gekennzeichnet. Bei der Felsenbestattung (die Urne wird an einem Felsen bzw. in der Nähe eines Felsens beigesetzt) kann unter Umständen ein Namensschild angebracht werden. In jedem Falle erhalten Sie eine Karte mit den genauen Koordinaten des Beisetzungs- bzw. Verstreuungsortes.